Eintracht Frankfurt hat einen weiteren Neuzugang zu vermelden: Zlatan Bajramović (28), gebürtiger Bosnier, erhält beim Bundesligist einen Vertrag bis 2011, zuletzt spielte er bei Schalke 04. Für sein Heimatland bestritt er bislang 30 Spiele, in denen er zwei Tore erzielte.

Allerdings kann Trainer Funkel mit der Neuverpflichtung nicht die eh schon schmerzende Krankenliste kompensieren. Bajramović wurde vergangene Woche in Berlin am Großzehengrundgelenk operiert und fällt noch mindestens zehn Wochen aus.

“Kämpfen!!!”, stand auf einem Spruchband im Fan-Block der Frankfurter Eintracht. Gerade diese Eigenschaft fehlt der Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel, der in letzter Zeit immer mehr in die Kritik geriet. Nach einer euphorischen Spielzeit Anfang des Jahres, gelang es der Eintracht die letzten Spiele nicht, das Saisonziel von 45 Punkten vorab zu schaffen. Ja, sogar die Chance, im UEFA-Pokal spielen zu können, wurde aus der Hand gegeben. Hoffen können die Hessen allenfalls noch über die Fair Play-Wertung auf europäischen Paket spielen zu dürfen.

Dass es anders geht, zeigten die Adlerträger heute Mittag zum Saisonabschluss im eigenen Stadion gegen die bereits abgestiegenen Duisburger. Mit 4:2 meldete sich die Eintracht eindrucksvoll zurück. Martin Fenin gelang es gleich zweimal, einen Treffer zu erzielen, nachdem Amanatidis sein Team bereits in der 13. Spielminute in Führung schoss.

Allerdings demonstrierte die Eintracht erneut, was eines ihrer Schwäche ist: Die Kontuinität. Duisburg konnte zwei Tore erzielen; zwei Tore, die mit mehr Konzentration vermeidbar gewesen wären; zwei Tore, die auch die schwache zweite Halbzeit beider Mannschaften widerspiegelt.

“Kämpfen!!!”, ist insofern auch das Motto für die kommende Saison. Nachdem Eintracht Frankfurt nun den neunten Tabellenplatz sichern konnte, wird das euphorische Umfeld in Frankfurt 2008/2009 mehr als die am Ende erreichten 46 Punkte fordern. Mit etwas Kontuinität aber, das muss klar sein, wäre dies auch schon in dieser Saison geglückt.

Das Frankfurter Tief setzt sich fort, trotz optimistischer Aussagen einiger Spieler der letzten Tage. Am heutigen Abend unterlag die Eintracht mit 2:3 im eigenen Stadion gegen den Vfl Wolfsburg und steht somit auf dem zehnten Tabellenplatz. Während des Spieles lief die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel den Wölfen immer hinterher: Sie konnte zwar zweimal ausgleichen, doch Wolfsburg setzte stets einen Treffer obendrauf. Da ein Sieg am Samstag gegen Schalke 04 unwahrscheinlich ist, sinkt die Eintracht immer weiter den Keller hinab. Absteigen kann sie jedoch, Gott sei Dank, nicht mehr: Der Klassenerhalt durfte nach vielen Jahren erstmals wieder mehr als fünf Spieltage vor Saisonschluss gefeiert werden.

Blamage hoch³

3. Mai 2008

Dem Ziel von 45 Punkten kommt Eintracht Frankfurt einfach nicht sonderlich näher. Nachdem die Truppe von Friedhelm Funkel eine zeitlang traumhaft spielte und sogar vom UEFA-Pokal geträumt werden durfte, sind die Hessen wieder im tristen Saisonalltag angelangt.

Am heutigen Samstagmittag wurde die Mannschaft vom VfB Stuttgart wortwörtlich vorgeführt, bereits nach sieben Spielminuten lag die Mannschaft mit 0:2 hinten. Am Ende half auch der Ehrentreffer von Amanatidis in der zweiten Halbzeit nicht: Mit einem 1:4 muss die Truppe ohne Punkte zurück an den Main fahren.

Langsam zeichnet sich das Formtief auch in der Tabelle negativ ab: Inzwischen steht die Eintracht auf dem neunten Platz, zwei Punkte fehlen zum Saisonziel. Es wird langsam eng.

Eintracht Frankfurt hat zwei Probleme: Das wäre zum einen die Schnelligkeit. Zwar gelingt es der Mannschaft hin und wieder, aus einem ruhigen Spiel heraus den Ball in Richtung des gegnerischen Tores zu schießen und dann durch schnelle Kombinationen den Gegner zu verwirren. Wo sich jedoch das zweite Problem zeigt: Die Sicherheit. Die Mannschaft von Friedhelm Funkel schafft es nach mehreren Pässen nicht, den Ball zu halten. Dies klappt sehr selten und ist mit ein Grund dafür, dass die Hessen wenige Tore schießen.

So auch heute gegen Borussia Dortmund, vor ausverkauftem Publikum im eigenen Stadion. Die erste Halbzeit - eine miese Unterhaltung beider Mannschaften, trotz 6:0-Torschussverhältnis nach 30 Minuten für die Eintracht. Richtig los ging es erst in Halbzeit 2: Die Eintracht ging nach wenigen Sekunden durch einen Kopfball von Benjamin Köhler in Führung, doch nur fünf Spielminuten später glich Dortmund wieder aus. Dadurch wurden die Westfalen stärker - und die Fehler bei der Eintracht häuften sich. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden, das sicherlich in Ordnung geht.

Frankfurt kommt seinem Saisonziel von 45 Punkten immer näher, wenn auch sehr langsam. Inzwischen sammelte die Mannschaft 43 Zähler und steht mit Wolfsburg punktgleich auf dem achten Tabellenplatz.

Vor wenigen Jahren stand Eintracht Frankfurt noch kurz vor dem Zwangsabstieg, heute stehen die Hessen so gut da wie lange nicht mehr. Gestern erhielt der Verein von der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Lizenz für die kommende Saison - ohne Auflagen oder Bedingungen. Insgesamt plant die Eintracht mit einem Umsatz in Höhe von rund 63 Millionen EUR und konnte bis zum Stichtag am 31. Dezember 2007 16,4 Millionen EUR Eigenkapital ausweisen, das entspricht laut “Frankfurter Neue Presse” einer Quote von 45,9 Prozent, welche sonst nur der FC Bayern erreicht.

Quasi zur Feier des Tages verlängerte Benjamin Köhler außerdem seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2011.

Problem Chancenverwertung

16. April 2008

Die dritte Niederlage in Folge: Frankfurts Formtief setzte sich heute Abend gegen den FC Bayern München fort. Vor ausverkauftem Publikum in der eigenen Arena unterlag die Eintracht mit 1:3 gegen den Rekordmeister. Zwar gingen die Hessen in der 32. Spielminute durch Köhler in Führung, verpassten es jedoch den Sack zuzumachen. Der Frankfurter Sturm hatte mehrmals die Möglichkeit, ein zweites Tor zu erzielen, offenbarte jedoch das aus der letzten Saison bekannte Problem “Chancenverwertung”. Bayern konnte in der zweiten Halbzeit das Spiel drehen und zeigte seine Klasse: Blitzschnell schalteten die Münchener um, konterten und erzielten ohne Gegenwehr der Eintracht einen Treffer. Zwar steht Eintracht Frankfurt in der Tabelle weiterhin auf dem achten Platz; der Abstand zum Tabellensechsten beträgt jedoch inzwischen fünf Zähler.

Nach der unglücklichen Niederlage gegen den FC Nürnberg letzten Samstag musste Eintracht Frankfurt heute erneut drei Punkte dem Gegener überlassen. Trotz Überzahl verloren die Hessen am heutigen Mittag mit 1:2 in Hannover. Erst in der 90. Spielminute ging ‘96 in Führung und etabliert sich damit in der Tabellenhälfte (Platz 10).

Frankfurt kann den Traum von Europa derweil langsam aber sicher begraben. Nachdem es einige Spieltage gut aussah, steht die Eintracht weiterhin nur auf dem achten Platz, 42 Zähler wurden gesammelt. Stuttgart, Leverkusen oder Wolfsburg - mindestens einer wird morgen der Eintracht weiter davonziehen. Die Eintracht hat nun nur noch sechs Spieltage Zeit, um das Saisonziel von 45 Punkten zu erreichen. Möglich sind indessen in den restlichen Spielen noch 18 Punkte, der FC Bayern steht derzeit mit 57 nach 28. Spieltagen auf dem ersten Platz.

Gut begonnen, schlecht aufgehört: Nach drei Spielminuten ging Eintracht Frankfurt durch Fink in Führung, verspielte am Schluss jedoch die Möglichkeit, sieben Spieltage vor Ende der Saison auf Platz 5 der Tabelle zu stehen. Nach 90 Minuten gingen die Hessen mit einem 1:3 aus dem eigenen Stadion. Da half auch nicht Caio, der erstmals von Anfang an spielen durfte. Einige gute Chancen wurden nicht genutzt, trotz optischer Überlegenheit machten die Adlerträger zu viele individuelle Fehler. Nürnberg nutzte diese Dusseligkeit der Eintracht scharmlos aus und machte sieben Minuten vor dem Abpfiff den Sack zu. Mit 42 Punkten auf Platz 8 ist Frankfurt trotz alledem weiterhin gut positioniert.

Überschattet wurde das Spiel durch randalierende “Fans” des FC Nürnberg. Gegen Ende der ersten Halbzeit schossen aus dem Block der Gäste Leuchtfeuer-Raketen. Schiedsrichter Peter Gagelmann unterbrach deshalb das Spiel. Selbst Appelle des “Klubb”-Präsidenten an die rund 4.000 mitgereisten Franken halfen nicht, die Polizei versuchte eine Viertelstunde lang die Randalierer in den Griff zu bekommen, bis Gagelmann die Partei wieder anpfiff.

Etwas erstaunt hatten gestern Morgen Leser der “Frankfurter Neue Presse” (FNP) den Sportteil aufgeschlagen und die Meldung “Caio zurück nach Brasilien” gelesen. Demnach sei der brasilianische Stürmer am Samstag etwas überhastet zurück in seine Heimat geflogen, was Vorstandschef Heribert Bruchhagen mit den Worten “Reisende soll man nicht aufhalten” harsch kommentierte. Viele Menschen der Rhein-Main-Region vielen auf den Scherz herein, vor allem weil auch eintracht.de als Top-Meldung darüber berichtete. Am Nachmittag gab es dann die Entwarnung: Caio sei “gesund und torhungrig wie immer” beim Training gewesen. Mit allen Beteiligten sei die Sache abgesprochen worden, so die Internetpräsenz der FNP.

Screenshot eintracht.de
Entwarnung: eintracht.de machte beim Aprilscherz der FNP mit